Mittwoch, 16. April 2014

Bärlauchpesto

Die einen lieben ihn, die anderen können ihn nicht ausstehen: Bärlauch! Bei uns hinter der Scheune wächst er üppig und lässt sich auch nicht durch Baggerarbeiten einschüchtern oder beeindrucken. Wiederum konnten wir ergiebig ernten und weil wir Pesto so gern mögen möchten wir euch unser Rezept nicht vorenthalten.

Rezept:
300 g Bärlauchblätter
4,5 El Pinienkerne
1,5 dl Olivenöl
0,5 Tl Meersalz

Die Bärlauchblätter ernten, waschen und entweder mit Küchentüchern abtrocknen oder mit der Salatschleuder das überschüssige Wasser rausschleudern.



Dann die Blätter grob mit dem Messer zerkleinern und in der Zwiebelhacke so fein wie möglich vermüllern. Wer flink und geschickt ist kann die Blätter selbstverständlich auch mit dem Messer sehr fein schneiden.

Anschliessend die Pinienkerne ohne Fett in der Bratpfanne hellbraun rösten...

...und in der Zwiebelhacke fein vermüllern - geht auch von Hand wem das lieber ist

Gehackte Pinienkerne, Olivenöl, Meersalz und die kleingeschnittenen Bärlauchblätter mit dem Löffel vermischen. Weil wir das Pesto gern etwas gröber mögen mixen wir es nicht, wer es feiner mag kann jetzt mit dem Pürierstab die Masse in die gewünschte Konsistenz mixen. Anschliessend in saubere Gläser abfüllen und mit Olivenöl bedecken, damit keine Luft an die Mischung kommt.

Die Gläser beschriften und kühl und dunkel lagern. Nach Gebrauch jeweils den Rand sauber putzen und wieder mit Olivenöl auffüllen. So hält sich das Pesto mehrere Monate. Wer Käse ins Pesto mischt verkürzt die Haltedauer, darum machen wir das erst beim Servieren.


Samstag, 15. März 2014

Fruchttag - Aussaattag


Endlich ist diese Woche die Sativabestellung angekommen. Letztes Jahr haben wir ja Saatgut aus der Landi und zum Teil aus der Gärtnerei verwendet, dieses Jahr möchten wir einige etwas speziellere Sorten anbauen und haben uns darum für Saatgut von Sativa entschieden (Link zu Sativa). 

Sativalieferung

Heute haben wir eine ganze Reihe Fruchtpflanzen angesät. Dabei haben wir auch Saatgut vom letzten Jahr wiederverwendet, da halt noch welches übrig war. Zum Wegschmeissen ist es einfach zu schade!

In der einen Saatkiste haben wir Wassermelone (S), Zuckermelone, Patios (S), Kürbis roter Zentner (S), Speisekürbis, Gurke Tanja (S), Cocktailgurke (S), Schlangenkurke und Zucchetti Diamant angesät
Melone, Kürbis, Gurke, Zucchetti

In der zweiten Saatkiste stecken Tomaten Montavent, Cherrytomaten, Tomate gelbe von Thun (S), Cherrytomate BlackCherry (S), Fleischtomate Ochsenherz (S), Aubergine BlueKing, Aubergine Rotonda Sfumata (S), Paprika mild (S) und Chili de cayenne (S).
Tomate, Aubergine, Chili, Paprika

Das (S) in der Klammer steht für Saatgut von Sativa. 

Freitag, 14. März 2014

Briefe, Zeitung und Warten

Während wir auf die Baubewilligung warten, welche am 27. Februar in der Zeitung publiziert wurde - leeren wir täglich den Briefkasten. Das ist momentan besonders spannend, da wir viel mehr Post erhalten als üblich.

Baupublikation


Ganz überrascht waren wir, dass wir täglich Briefe von nahen und weiter entfernten Handwerkern erhalten, die sich für Renovationsarbeiten auf ihrem Gebiet empfehlen. Bisher sind fast 20 Briefe bei uns eingegangen. Alle Absender haben die Information  der Zeitung entnommen. Erstaunlich, dass die  "Fricktaler Woche" auch im St.Gallischen gelesen wird…

Bewerbungsschreiben :-)


Den Anfang gemacht hat der einheimische Zimmermann, gefolgt von
Holz- und Solarbau (3 Briefe)
Aushub-, Tiefbau- und Umgebungsarbeiten (2)
Maler- und Gibserarbeiten (2)
Fensterfirma (3)
Briefkastenanlagen (1)
Bandkeramik und Wellness (2)
Heizsysteme und Sanitär  (2)
Elektroarbeiten (1)
Tageslichtsystem (1)

der zweite Briefhaufen

Montag, 24. Februar 2014

Zeit für ein neues Projekt

Seit bald 13 Jahren leben wir nun in der alte Mühle. 13 Jahre, in denen wir Erfahrungen im Gemüsegarten und dem Folientunnel gemacht, Zwetschen eingesammelt und zu Gonfi verarbeitet, Holz gefräst und verheizt, alte Gebäude ausgeräumt und viel nicht mehr Brauchbares entsorgt, im Wohnhaus ab und zu eine Wand herausgehauen oder ein Zimmer neu gestrichen haben.

Nun ist es Zeit für ein etwas grösseres Unterfangen: die ehemalige Militärküche in der Remise, welche wir als Speisesaal an Silvester und als Schlafsaal am Openair genutzt haben, soll renoviert werden. Im Lauf der Jahre haben wir sie bereits entrümpelt, den Hühnerstall herausgerissen und die improvisierte Werkstatt bis auf wenige Überbleibsel an der Wand ausgeräumt. Für die Zwischennutzung als Schlaf- und Speisesaal war sie also schon leer. Nun wird sie noch leerer  - um dann später wieder eingerichtet zu werden…

verschlossene Fenster, mit improvisierten Vorhängen hübsch gemacht, Reste der Werkstatt an der Wand

Auf den ersten Blick mag der Boden ja noch brauchbar aussehen, wenn man aber mal darunter schaut wird klar, dass die alten Holzbretter raus müssen.

der Holzboden wird geöffnet, Dreck kommt zum Vorschein, hinten links in der Ecke die Klappe zum Freilaufgehege

Auch aussen soll sich die Remise etwas verändern. Schliesslich haben momentan Katzen und Marder ungehinderten Zugang und nutzen den Estrich als Schlafplatz. Immer noch steht Gerümpel herum…

Untersicht Südseite

Gerüst auf der Südseite um die Untersicht zu verschliessen

Gerüst auf dem Waschhaus-/Holzlagerdach - nichts für schwache Nerven

Fast fertige Untersicht auf der Südseite

Gerüst auf der Nordseite

Und weiter geht's mit den Arbeiten im Inneren. Der Holzboden und die darunterliegenden Balken wurden entfernt und anschliessend wird - mit Staubmaske - der Rest Hühnermist und Erde herausgeschaufelt

Dreck herausschaufeln bis die Oberseite des Gewölbes sichtbar wird

Rampe um den Dreck aus der Remise rauszufahren

Wer Schaufel und Pickel hat braucht kein Fitnesabo

Da kommt einem glatt das Lied von Gölä wieder mal in den Sinn: Stoub uf dr Lunge, Dräck uf dr Zunge

Der Dreck ist raus, nun werden Teile des darunter liegenden Gewölbes sichtbar

Blick Richtung Süden, auch hier ist eine Hühnerklappe sichtbar unter dem Fenster

Blick aus dem wiedergeöffneten Fenster Richtung Westen zum Nachbarhaus

Da wir für die weiteren Arbeiten eine Bewilligung brauchen montieren wir mit Dachlatten die geplanten Ausschnitte für die neuen Dachfenster. Schliesslich soll etwas mehr Licht in die Remise gebracht werden - und wenn wir grad schon dran sind, dann richtig…

Profile montieren für die Dachfenster

so soll das dann aussehen, wenns fertig ist. 

Und nun heisst es abwarten und hoffen, dass die Bewilligung rasch erteilt wird und wir bald weiterarbeiten können...

Sonntag, 23. Februar 2014

Aussaat-Tage Februar 2014

Ein Winter, der keiner ist. Ein Blog, der einschläft… Ob das wohl einen Zusammenhang hat? Immer noch oder schon wieder ist es spannender draussen zu werkeln als drinnen zu schreiben. Obwohl die neue Gartensaison ja erst mal drinnen beginnt.

Wiederum haben wir uns das gelbe Büchlein "Aussaattage" von Maria und Matthias K. Thun besorgt und uns bei der Anzucht unseres Saatgutes an den günstigen Tagen orientiert. Dabei haben wir die Gelegenheit genutzt das Saatgut, das vom letzten Jahr noch übrig geblieben ist, zu sortieren und in die vier Kategorien einzuteilen: Blüte, Blatt, Frucht, Wurzel.



Am 16.2. war ein Wurzeltag und darum haben wir Sommerzwiebeln, Lauchzwiebeln, Randen, Kohlrabi, Knollensellerie und Radiesli in Pflanzschalen gesät.

Und am 23.2. - einem Blatt-Tag -  haben wir Rotkabis, Weisskabis, Rosenkohl, Blumenkohl, Cardy, Kopfsalat, Eichblattsalat und Lauch ausgesät.

Momentan stehen die Pflanzschalen in der "alten Küche" am Fenster, bereits in Sichtweite des Folientunnels. Möglichst bald sollen sie aber nach draussen umziehen können. Wir hoffen, dass es nun nicht mehr gefriert…


Montag, 25. November 2013

Novemberernte - oder von Menschen, die lieber im Garten arbeiten als blogen :-)


Zugegeben, es ist etwas ruhig geworden in unserem Blog. Das hat zum einen damit zu tun, dass wir zwischendurch ebenfalls dem Geld nachrennen und auswärts arbeiten müssen, zum anderen, dass wir lieber draussen etwas wurschteln als drinnen am Computer zu sitzen... Trotz der Drohung im Septembereintrag hat sich das bis jetzt noch nicht verändert - dafür dürfen wir nun unsere Novemberernte präsentieren:

Ja, sie sind etwas angeknabbert, nicht alle knallrot, viele sehr grün... (wie hiess dieser Film aus den 90er-Jahren nochmal?) Möglicherweise reifen sie neben Äpfeln gelegt noch etwas nach, sonst können wir hier in Kürze ein neues Rezept präsentieren...

Unsere Lieblinge! Nicht nur dass wir sie mit Handschuhen anfassen (wer hat schon gern rote Hände?), nein, sie sind zu unserer Lieblingsvorspeise aufgestiegen. Kein gewöhnlicher Randensalat, bewahre... Bei chefkoch.de haben wir folgendes Rezept gefunden, nachgekocht und wir sind begeistert! Randencarpaccio 


Sonntag, 1. September 2013

Septemberernte

Juli und August sind schlechte Blog-Monate. Es läuft einfach zu viel draussen, als dass wir abends noch die Energie hätten um Blog-Einträge zu schreiben. Hoffen wir, dass es nun mit den kühleren Abenden wieder etwas interessanter wird auf unserer Seite. Möglicherweise können wir einige bereits abgeschlossenen Projekte ausführlich dokumentieren und hier präsentieren...


Was sind wir erstaunt, dass in unserm Garten Rüebli wachsen. Echte! Grosse! Feine! Schon als Kind haben wir gelernt, dass Rüebli sandigen, lockeren Boden mögen. Das ist aber hier in der Gegend nicht so der Fall. Dank der Tatsache, dass wir für unser Gewächshaus zusätzlichen Humus brauchten ist es uns gelungen ein Beet Rüebli zu ziehen. Der "neue", lockere Humus hat es möglich gemacht. Wir sind entzückt!
Ebenfalls zur heutigen Ernte gehören die restlichen "Grüppeni". Um Buschbohnen zu ernten muss man sich runterkauern - grüppele - darum "Grüppeni". Die haben sich anfänglich recht geziert zu wachsen, sind aber mit der Zeit doch ziemlich ergiebig geworden und haben uns einige Säckli für die Gefriertruhe beschert.
In die Gänge kommen nun auch die Zucchetti. Lange haben sie ausser Blätter nichts produziert, nicht mal Blüten. Eine Staude macht aber mittlerweile so viele Blüten, dass wir uns fast überlegen können welche zu frittieren... Noch warten wir ab...
Die Tomaten machen immer noch Blüten, welche wir aber abknicken, damit die Energie der Pflanze in die bereits vorhandenen aber noch grünen Früchte fliesst. Zwei haben unterdessen rote Bäckli bekommen und sind bald erntereif.
Auch der Rotkabis entwickelt sich gut. Erst hat er nur Blätter produziert, hat sich dann vom Kohlweissling fast kahl fressen lassen, sich aber nach einer intensiven Laugen- und Raupenentfernungskur wieder gut erholt und macht doch jetzt Anstalten Köpfe auszubilden.
Neu angesät haben wir Nüssler-Salat und geschenkte Endiviensetzlinge. Wir hoffen, dass wir von beiden noch ernten können.
Auch die Kartoffeln können wir bald ausbuddeln. Hier fehlt uns aber noch eine geeignete Lagermöglichkeit, damit die Knollen nicht faulen, frieren oder sonst kaputt gehen. John Seymour schicktet sie lustigerweise in eine alte Gefriertruhe - eine solche haben wir aber nicht mehr - aber wir können uns sicher ein passendes Behältnis bauen. Lassen wir uns überraschen, was der Garten in den nächsten Wochen noch hergibt.