Montag, 25. November 2013

Novemberernte - oder von Menschen, die lieber im Garten arbeiten als blogen :-)


Zugegeben, es ist etwas ruhig geworden in unserem Blog. Das hat zum einen damit zu tun, dass wir zwischendurch ebenfalls dem Geld nachrennen und auswärts arbeiten müssen, zum anderen, dass wir lieber draussen etwas wurschteln als drinnen am Computer zu sitzen... Trotz der Drohung im Septembereintrag hat sich das bis jetzt noch nicht verändert - dafür dürfen wir nun unsere Novemberernte präsentieren:

Ja, sie sind etwas angeknabbert, nicht alle knallrot, viele sehr grün... (wie hiess dieser Film aus den 90er-Jahren nochmal?) Möglicherweise reifen sie neben Äpfeln gelegt noch etwas nach, sonst können wir hier in Kürze ein neues Rezept präsentieren...

Unsere Lieblinge! Nicht nur dass wir sie mit Handschuhen anfassen (wer hat schon gern rote Hände?), nein, sie sind zu unserer Lieblingsvorspeise aufgestiegen. Kein gewöhnlicher Randensalat, bewahre... Bei chefkoch.de haben wir folgendes Rezept gefunden, nachgekocht und wir sind begeistert! Randencarpaccio 


Sonntag, 1. September 2013

Septemberernte

Juli und August sind schlechte Blog-Monate. Es läuft einfach zu viel draussen, als dass wir abends noch die Energie hätten um Blog-Einträge zu schreiben. Hoffen wir, dass es nun mit den kühleren Abenden wieder etwas interessanter wird auf unserer Seite. Möglicherweise können wir einige bereits abgeschlossenen Projekte ausführlich dokumentieren und hier präsentieren...


Was sind wir erstaunt, dass in unserm Garten Rüebli wachsen. Echte! Grosse! Feine! Schon als Kind haben wir gelernt, dass Rüebli sandigen, lockeren Boden mögen. Das ist aber hier in der Gegend nicht so der Fall. Dank der Tatsache, dass wir für unser Gewächshaus zusätzlichen Humus brauchten ist es uns gelungen ein Beet Rüebli zu ziehen. Der "neue", lockere Humus hat es möglich gemacht. Wir sind entzückt!
Ebenfalls zur heutigen Ernte gehören die restlichen "Grüppeni". Um Buschbohnen zu ernten muss man sich runterkauern - grüppele - darum "Grüppeni". Die haben sich anfänglich recht geziert zu wachsen, sind aber mit der Zeit doch ziemlich ergiebig geworden und haben uns einige Säckli für die Gefriertruhe beschert.
In die Gänge kommen nun auch die Zucchetti. Lange haben sie ausser Blätter nichts produziert, nicht mal Blüten. Eine Staude macht aber mittlerweile so viele Blüten, dass wir uns fast überlegen können welche zu frittieren... Noch warten wir ab...
Die Tomaten machen immer noch Blüten, welche wir aber abknicken, damit die Energie der Pflanze in die bereits vorhandenen aber noch grünen Früchte fliesst. Zwei haben unterdessen rote Bäckli bekommen und sind bald erntereif.
Auch der Rotkabis entwickelt sich gut. Erst hat er nur Blätter produziert, hat sich dann vom Kohlweissling fast kahl fressen lassen, sich aber nach einer intensiven Laugen- und Raupenentfernungskur wieder gut erholt und macht doch jetzt Anstalten Köpfe auszubilden.
Neu angesät haben wir Nüssler-Salat und geschenkte Endiviensetzlinge. Wir hoffen, dass wir von beiden noch ernten können.
Auch die Kartoffeln können wir bald ausbuddeln. Hier fehlt uns aber noch eine geeignete Lagermöglichkeit, damit die Knollen nicht faulen, frieren oder sonst kaputt gehen. John Seymour schicktet sie lustigerweise in eine alte Gefriertruhe - eine solche haben wir aber nicht mehr - aber wir können uns sicher ein passendes Behältnis bauen. Lassen wir uns überraschen, was der Garten in den nächsten Wochen noch hergibt.

Sonntag, 4. August 2013

Kräuter trocknen


Unser Salbei wuchert... Er wuchert so sehr, dass er die anderen Kräuter in der Spirale fast verdrängt. Darum haben wir seine Aktivitäten mit der Gartenschere etwas eingedämmt und den "Wucherer" zurückgestutzt. Aber was macht man denn nun mit einem grossen Arm voll Salbeizweigen? So viel Saltimbocca können zwei Menschen gar nicht auf einmal essen und Gnoggi alla Salvia auch nicht. Aber Salbei desinfiziert und ist gut für die Stimme, man kann Tee kochen daraus, was im baldigen Winter sicher wieder sehr nötig sein wird. Und die paar Blätter für die winterlichen Saltimbocca werden eingefroren, nicht getrocknet...
Zum Glück ist es momentan so schön warm, da braucht man die Kräuter nicht auf dem Dörrex zu trocken sondern kann sie, zu Sträusschen gebunden, an einem warmen und luftigen Platz zum Trocknen aufhängen. Was eignet sich da besser als einen Wäscheständer und Klämmerli?
Zudem hängt da nicht nur Salbei sondern auch noch Pfefferminze und  Oregano. Die Minze stammt allerdings nicht aus der Kräuterspirale, da sie sich ebenso unverschämt verbreiten würde wie der Salbei.  Sie hat einen ehemaligen Schweinefuttertrog zur alleinigen Verfügung, wo sie sich in alle Richtungen ausbreiten kann wie sie will.




Samstag, 13. Juli 2013

Reiche Ernte - grosse Gefriertruhe nötig


Erntezeit - und wohin jetzt mit dem Gemüse?

In den letzten Tagen haben wir täglich mehrere Handvoll Kefen ernten können. Heute haben wir sie gerüstet, kurz blanchiert und dann in Beutel abgepackt um sie einzufrieren. Es hat 3x300g ergeben :-)

Weiter stand die Spinaternte auf dem Programm. Die erste Reihe hat einen Wäschekorb voll ungerüstetem Spinat ergeben, gewogen 1,2kg

So sieht die abgeerntete Spinatreihe aus - jetzt bekommen die kleinen Lauchpflänzchen wohl mehr Licht...

Das ist das Ergebnis der gerüsteten Spinatreihe: 2x400g, 1x300g gerüsteten und blanchierten Spinat für die Gefriertruhe

Weiter sind da die Erbsen, welche beschlossen haben in den Himmel zu wachsen - sie haben mittlerweile das Gewächshausdach erreicht...

Die erste Ernte hat eine Handvoll Erbsenschoten hervorgebracht.

Gerüstet hat es ganze 62g ergeben - ein kleines Büchsli Ärbsli - fehlen nur noch die Rüebli :-)

Wir sind gespannt auf weitere Erntetage und hoffen natürlich, dass wir die Gefriertruhe weiter füllen können...

Donnerstag, 27. Juni 2013

Znacht aus dem Garten

Heute ist es soweit: die im letzten Eintrag noch recht kümmerlichen Salätchen können nun nach und nach geerntet werden... Die heutige Ausbeute kann sich also sehen lassen:

Ein Kopfsalat, Schnittlauch, Bohnenkraut, Kefen und Rosmarin für die Kartoffeln. Zubereitet hat das ganze so ausgesehen:


Die Kefen haben wir mit Bohnenkraut und Rüeblistreifen gepimpt, der Salat wurde mit  (gekauften) schweizer Tomaten, Zwiebeln und Schnittlauch angereichert. Wir haben gespachtelt wie die Fürsten :-)


Montag, 3. Juni 2013

Gartenrundgang Teil 3 - Folientunnel

Und endlich... der lange erwartete Rundgang durch den Folientunnel...

Zuerst ein Überblick von aussen, der nur möglich ist, weil eine der Stirnseiten immer noch offen ist...

Dann im ersten Beet eine Reihe Spinat, 9x Winterlauch und 2x Eichblattsalat, dann nochmal eine Reihe Spinat. Der Lauch ist schwach erkennbar, vom Spinat ist noch nichts zu sehen, der schlummert auch erst seit gestern in der Erde...

Im zweiten Beet ist die Salatplantage mit über 30 verschieden grossen Kopfsalatsetzlingen untergebracht. Damit es nicht zu langweilig wird machen sich auch zwei Stöckli Monatserdbeeren dazwischen breit.

Im Wägli neben dem Salat warten die Cardy auf ein Plätzchen... also eigentlich warten sie auf einen Platz, die brauchen nämlich richtig viel davon...

Neben dem Salat wachsen drei Reihen Knoblauch, die Hälfte bereits vorgezogen, die andere Hälfte direkt gesteckt. Aber auch die blinzeln schon aus der Erde. Dazwischen sollten Rüebli wachsen - da warten wir sehr gespannt auf die ersten Ergebnisse, da die Erde in unserer Umgebung nicht so "rüeblitauglich" ist...

Der Rosenkohl macht noch nicht so mit wie wir es erwarten. Erst zwei Pflänzchen haben sich ans Tageslicht gewagt, darum haben wir gestern in den anderen Töpfchen nochmal nachgesät. Weil wir Rosenkohl eben sehr gerne mögen :-)

Die Bohnen sind eher divenhaft unterwegs. Ausser den 6 vorgezogenen Pflänzchen hat sich noch keins aus dem Boden gewagt... Es ist ja immer noch etwas kühl... Dafür gedeiht der Rotkohl dazwischen umso besser...

Auch die Peperoni warten noch auf ein Plätzchen - wobei wir nicht sicher sind ob sie zuerst etwas wachsen sollten oder ob sie erst ein Plätzchen erhalten sollten damit sie anschliessend wachsen. Ein Dilemma...

Offenbar ist es ein Kohl-jahr - auch den Kohlrabi gefällts... Sie machen schon erste "Knöllchen"...

Dahinter klettern die Auskernerbsen in die Höhe. Drei Reihen wurden vorgezogen, die vierte Reihe im Vordergrund wurde direkt gesteckt und kommen auch schon zum Vorschein...

Im nächsten Wägli bereiten sich die Kürbispflanzen vor. Einige sind leider schon etwas angeknabbert, blöderweise haben die Schnecken das Schlupfloch in den Tunnel bereits gefunden...

Die Lampionblumen sind noch nicht so richtig in Schwung gekommen... Ob das noch was wird...?

Das gemischte Beet: Blumenkohl, Weisskohl, eine Cardy-Pflanze und wenige Tomaten dazwischen. Auch die Auberginen kommen nicht so recht vom Fleck, trotz Perlschlauch... Zudem ist das eine der Schnecken-Ecken...

Auf der anderen Seite das Zwiebel- und Randenbeet - auch hier sind die Schnecken aktiv... am Sonntagabend haben wir über 20 Schleim-viecher aus dem Tunnel geschmissen...

Noch ein gemischtes Beet mit Weisskohl und Tomaten... Wobei die Tomatenpflänzchen einfach nicht vom Fleck kommen - es ist ja auch gar kalt...

Die letzten zwei Zucchini - wenn es dumm läuft ersetzen sie einfach die bereits ausgepflanzten zwischen den Kiefelerbsen und den Auskernerbsen... Ersetzen darum, weil sie von den Schnecken abgegrast werden...

Auf die Bechermalven sind wir ja gespannt - die kommen ins Spargelbeet wie die Sonnenblumen - so denn das Spargelbeet unkraufrei ist...

Nochmal Peperoni, Peperonccini und auch Knollensellerie - ähnlich klein wie die Tomaten... es ist eifach kein Peperoni-Jahr...

Und zuletzt der gekaufte aber noch nicht ausgepflanzte Basilikum... Eigentlich gehört der ja in die Kräuterspirale, aber dort wird er von den Schnecken in einer halben Nacht zerlegt. Darum bleibt er vorläufig im Töpfchen auf dem Tisch, wo die Schnecken nicht so schnell hinkommen...





Sonntag, 2. Juni 2013

Gartenrundgang Teil 2 - Terrasse

Heute geht der Gartenrundgang auf der Höhe der Terrasse weiter. Dort haben zwischendurch alle Setzlinge und Pflanzen in Töpfen logiert bevor sie in den Tunnel umgezogen sind. 

Beginnen wir also mit der Kiwi, die im Winter mal üppig Blätter gemacht und geblüht hat, der das nasskalte Wetter draussen aber gar nicht behagt. Endlich macht sie wieder wenige Blättchen und einzelne Triebe, wir reden ihr gut zu und versprechen ihr Sonne und Wärme (und brechen das Versprechen laufend wieder...)

Auch etwas karg mutet der frisch ausgesäte Schnittlauch (auf dem Päckchen steht "Schnittknoblauch") an. Ein einzelnes Pflänzchen hat sich aus dem Boden gewagt... Auch die Enziane daneben kommen nicht recht vom Fleck - ihnen fehlt wohl eher der Schnee als die Sonne...

Kleine Fortschritte machen die Kamillenpflänzchen. Endlich kann man sie vom Jät unterscheiden ;-)

Erstaunlich finden wir die Edelweiss - sie zeigen erste Blättchen, lassen aber noch nicht erkennen was dereinst aus ihnen werden wird. Sind es tatsächlich Edelweiss-pflänzchen die da spriessen?

Auch der Rucola hat sich nun entschlossen zu keimen und zeigt erste Pflänzchen - so ganz überzeugt sind wir aber von diesen Saatpapierchen trotzdem nicht. Der Hersteller verspricht, dass die Sämchen garantiert keimen werden und auch auf jeden Fall im richtigen Abstand in die Erde gelegt werden...

 Das Steinkraut lässt sich von Wind und Wetter nicht beeindrucken und grünt wie kaum andere Pflänzchen in ihrem Topf - hoffentlich blüht es dann auch und grünt nicht nur...

Die Radieschen - eigentlich sollten die ja problemlos überall wachsen - hier benehmen sie sich aber Jahr für Jahr wie ausgewachsene Diven - trotzdem konnten wir gestern die ersten drei Stück ernten und in den Salat schneiden... Vielleicht wissen sie auch ganz einfach was ihnen blüht und machen darum nicht vorwärts...

Die erste Ernte :-)

Lustiges spielt sich im Topf der Kornblumenmischung ab - täuschen wir uns da oder wächst da munter auch ein Kopfsalat mit? Offenbar hat der sich doch noch entschlossen zu wachsen, obwohl wir die grünen Keimschalen bereits wieder ausgekippt hatten - hoffentlich fressen ihn jetzt nicht die Schnecken

Auch den neuen Reben gefällt es am neuen Ort. Die Bretterwand gibt ordentlich warm, wenn mal die Sonne daran scheint. Jedenfalls klettern die beiden in die Höhe und krallen sich in jeder erdenklichen Ritze fest...

Nicht zu vergessen die Sonnenblumentreppe. Zwar ist der Bestand etwas geschrumpft, vier Stück sind aber noch übrig geblieben und warten auf ihren definitiven Standort... Wie gestern bereits beschrieben ist das Spargelbeet zugleich ein Unkrautbeet - darum müssen die Sonnenblumen noch etwas in ihren Töpfen ausharren, bevor sie zu den Spargeln umziehen dürfen...