Montag, 3. Juni 2013

Gartenrundgang Teil 3 - Folientunnel

Und endlich... der lange erwartete Rundgang durch den Folientunnel...

Zuerst ein Überblick von aussen, der nur möglich ist, weil eine der Stirnseiten immer noch offen ist...

Dann im ersten Beet eine Reihe Spinat, 9x Winterlauch und 2x Eichblattsalat, dann nochmal eine Reihe Spinat. Der Lauch ist schwach erkennbar, vom Spinat ist noch nichts zu sehen, der schlummert auch erst seit gestern in der Erde...

Im zweiten Beet ist die Salatplantage mit über 30 verschieden grossen Kopfsalatsetzlingen untergebracht. Damit es nicht zu langweilig wird machen sich auch zwei Stöckli Monatserdbeeren dazwischen breit.

Im Wägli neben dem Salat warten die Cardy auf ein Plätzchen... also eigentlich warten sie auf einen Platz, die brauchen nämlich richtig viel davon...

Neben dem Salat wachsen drei Reihen Knoblauch, die Hälfte bereits vorgezogen, die andere Hälfte direkt gesteckt. Aber auch die blinzeln schon aus der Erde. Dazwischen sollten Rüebli wachsen - da warten wir sehr gespannt auf die ersten Ergebnisse, da die Erde in unserer Umgebung nicht so "rüeblitauglich" ist...

Der Rosenkohl macht noch nicht so mit wie wir es erwarten. Erst zwei Pflänzchen haben sich ans Tageslicht gewagt, darum haben wir gestern in den anderen Töpfchen nochmal nachgesät. Weil wir Rosenkohl eben sehr gerne mögen :-)

Die Bohnen sind eher divenhaft unterwegs. Ausser den 6 vorgezogenen Pflänzchen hat sich noch keins aus dem Boden gewagt... Es ist ja immer noch etwas kühl... Dafür gedeiht der Rotkohl dazwischen umso besser...

Auch die Peperoni warten noch auf ein Plätzchen - wobei wir nicht sicher sind ob sie zuerst etwas wachsen sollten oder ob sie erst ein Plätzchen erhalten sollten damit sie anschliessend wachsen. Ein Dilemma...

Offenbar ist es ein Kohl-jahr - auch den Kohlrabi gefällts... Sie machen schon erste "Knöllchen"...

Dahinter klettern die Auskernerbsen in die Höhe. Drei Reihen wurden vorgezogen, die vierte Reihe im Vordergrund wurde direkt gesteckt und kommen auch schon zum Vorschein...

Im nächsten Wägli bereiten sich die Kürbispflanzen vor. Einige sind leider schon etwas angeknabbert, blöderweise haben die Schnecken das Schlupfloch in den Tunnel bereits gefunden...

Die Lampionblumen sind noch nicht so richtig in Schwung gekommen... Ob das noch was wird...?

Das gemischte Beet: Blumenkohl, Weisskohl, eine Cardy-Pflanze und wenige Tomaten dazwischen. Auch die Auberginen kommen nicht so recht vom Fleck, trotz Perlschlauch... Zudem ist das eine der Schnecken-Ecken...

Auf der anderen Seite das Zwiebel- und Randenbeet - auch hier sind die Schnecken aktiv... am Sonntagabend haben wir über 20 Schleim-viecher aus dem Tunnel geschmissen...

Noch ein gemischtes Beet mit Weisskohl und Tomaten... Wobei die Tomatenpflänzchen einfach nicht vom Fleck kommen - es ist ja auch gar kalt...

Die letzten zwei Zucchini - wenn es dumm läuft ersetzen sie einfach die bereits ausgepflanzten zwischen den Kiefelerbsen und den Auskernerbsen... Ersetzen darum, weil sie von den Schnecken abgegrast werden...

Auf die Bechermalven sind wir ja gespannt - die kommen ins Spargelbeet wie die Sonnenblumen - so denn das Spargelbeet unkraufrei ist...

Nochmal Peperoni, Peperonccini und auch Knollensellerie - ähnlich klein wie die Tomaten... es ist eifach kein Peperoni-Jahr...

Und zuletzt der gekaufte aber noch nicht ausgepflanzte Basilikum... Eigentlich gehört der ja in die Kräuterspirale, aber dort wird er von den Schnecken in einer halben Nacht zerlegt. Darum bleibt er vorläufig im Töpfchen auf dem Tisch, wo die Schnecken nicht so schnell hinkommen...





Sonntag, 2. Juni 2013

Gartenrundgang Teil 2 - Terrasse

Heute geht der Gartenrundgang auf der Höhe der Terrasse weiter. Dort haben zwischendurch alle Setzlinge und Pflanzen in Töpfen logiert bevor sie in den Tunnel umgezogen sind. 

Beginnen wir also mit der Kiwi, die im Winter mal üppig Blätter gemacht und geblüht hat, der das nasskalte Wetter draussen aber gar nicht behagt. Endlich macht sie wieder wenige Blättchen und einzelne Triebe, wir reden ihr gut zu und versprechen ihr Sonne und Wärme (und brechen das Versprechen laufend wieder...)

Auch etwas karg mutet der frisch ausgesäte Schnittlauch (auf dem Päckchen steht "Schnittknoblauch") an. Ein einzelnes Pflänzchen hat sich aus dem Boden gewagt... Auch die Enziane daneben kommen nicht recht vom Fleck - ihnen fehlt wohl eher der Schnee als die Sonne...

Kleine Fortschritte machen die Kamillenpflänzchen. Endlich kann man sie vom Jät unterscheiden ;-)

Erstaunlich finden wir die Edelweiss - sie zeigen erste Blättchen, lassen aber noch nicht erkennen was dereinst aus ihnen werden wird. Sind es tatsächlich Edelweiss-pflänzchen die da spriessen?

Auch der Rucola hat sich nun entschlossen zu keimen und zeigt erste Pflänzchen - so ganz überzeugt sind wir aber von diesen Saatpapierchen trotzdem nicht. Der Hersteller verspricht, dass die Sämchen garantiert keimen werden und auch auf jeden Fall im richtigen Abstand in die Erde gelegt werden...

 Das Steinkraut lässt sich von Wind und Wetter nicht beeindrucken und grünt wie kaum andere Pflänzchen in ihrem Topf - hoffentlich blüht es dann auch und grünt nicht nur...

Die Radieschen - eigentlich sollten die ja problemlos überall wachsen - hier benehmen sie sich aber Jahr für Jahr wie ausgewachsene Diven - trotzdem konnten wir gestern die ersten drei Stück ernten und in den Salat schneiden... Vielleicht wissen sie auch ganz einfach was ihnen blüht und machen darum nicht vorwärts...

Die erste Ernte :-)

Lustiges spielt sich im Topf der Kornblumenmischung ab - täuschen wir uns da oder wächst da munter auch ein Kopfsalat mit? Offenbar hat der sich doch noch entschlossen zu wachsen, obwohl wir die grünen Keimschalen bereits wieder ausgekippt hatten - hoffentlich fressen ihn jetzt nicht die Schnecken

Auch den neuen Reben gefällt es am neuen Ort. Die Bretterwand gibt ordentlich warm, wenn mal die Sonne daran scheint. Jedenfalls klettern die beiden in die Höhe und krallen sich in jeder erdenklichen Ritze fest...

Nicht zu vergessen die Sonnenblumentreppe. Zwar ist der Bestand etwas geschrumpft, vier Stück sind aber noch übrig geblieben und warten auf ihren definitiven Standort... Wie gestern bereits beschrieben ist das Spargelbeet zugleich ein Unkrautbeet - darum müssen die Sonnenblumen noch etwas in ihren Töpfen ausharren, bevor sie zu den Spargeln umziehen dürfen...

Samstag, 1. Juni 2013

Gartenrundgang Teil 1 - bestehender Garten und Hof


Auf vielseitigen Wunsch auswärtiger Mitleserinnen und Mitleser machen wir heute einen Gartenrundgang in Bildern. Angefangen im bereits bestehenden Garten neben dem "Brunnen vor dem Tore":

Das Spargelbeet... zugegeben etwas ungepflegt und mit Schachtelhalm durchwachsen aber immerhin mit Spargel - nächstes Jahr gibt es dann die erste Ernte...


Nun zum Kartoffelacker... welcher momentan fast als Reisfeld durchgehen könnte... wenigstens ist der fast fertig gejätet und die Pflanzen sind auch schon fast alle angehäufelt... Was uns dazwischen gekommen ist...? der Regen...

Spannend auch der Quittenbaum an seinem neuen Platz... endlich macht er Blättchen...

Dann Topinambur und Knollenziest... im ersten und im dritten Topf sind die gleichen Topinambur, im zweiten Topf ist der Knollenziest und im letzten Topf sind Topinamburableger von der Nachbarin...


Die Kräuterspirale gedeiht - zwar mussten wir heute Schnecken aus der frisch gepflanzten Petersilie pflücken, abgesehen davon wachsen die Kräuter aber ganz ordentlich...


Etwas fürs Auge und hoffentlich bald in voller Blüte ist die Pfingstrose...

Im Hof begegnen wir der noch nicht blühenden Kranzhortensie - die hat aber auch letztes Jahr erst Mitte Juni voll geblüht...

Weiter auf dem Weg treffen wir auf eine Tanne, die sich einen der ungemütlichsten Plätze ausgesucht hat, aber schön zentral steht und ihren Platz eifrig verteidigt - aber offenbar scheint es ihr hier so richtig zu gefallen...

Gleich daneben blühen die ersten Monatserdbeeren...

und weiter hinten um die Ecke streckt sich der Rhabarber in alle Richtungen...




Mittwoch, 29. Mai 2013

Fitnessprogramm für Gartenfreunde

Wir haben zu wenig Humus im Folientunnel... Was also dagegen unternehmen?

Ein Anruf bei einem Bauern aus dem Dorf beschert uns das ultimative Fitnessprogramm für die nächsten Tage... Viermal haben wir unseren kleinen Anhänger mit Erde füllen lassen.


Spannenderweise ist es nicht nur Erde, je mehr wir schaufeln desto mehr kommen wir zur Erkenntnis, dass diese Erde wohl von einem Spielplatz stammt. Neben Scherben, Wurzeln und Steinen klauben wir Autöli, Legosteine, Kinderbesteck und Ziegelstücke aus dem Haufen. Eimer für Eimer tragen wir nun den sortierten Humus in den Tunnel, treppauf treppab... Der erste Hänger wird noch am selben Tag geleert, der Rest muss warten...


Selbstverständlich regnet es bald wieder. Und weil wir ja nur die Erde und nicht Regenwasser hochtragen wollen wird der Haufen mit Planen abgedeckt. So wartet also unser Erdhaufen unten an der Treppe als stumme Trainingsaufforderung...

Dienstag, 28. Mai 2013

Häxesüppeli

Also eine echte Premiere war das ja nicht mit dem Häxesüppeli - als Kinder haben wir sie Sommer für Sommer aus verschiedenen Kräutchen und Gräsli angerührt und in Puppengeschirr abgefüllt unter den Sträuchern stehen lassen. Meistens ist dieses Gebräu beim Jäten zum Vorschein gekommen und ausgekippt und hat für entsprechende olfaktorische Erlebnisse gesorgt...


Nichts desto trotz haben wir nun Brennnesseln gemäht und in zwei grosse Fässer gefüllt.


Eigentlich hätten wir die Fässer mit Regenwasser auffüllen sollen - Regenwasser hätte es zwar dieses Jahr schon genug gegeben, leider ist es uns aber noch nicht gelungen diese Unmengen vernünftig zu fassen und als Giesswasser zu verwenden... Darum haben wir mit Wasser aus dem Schlauch aufgefüllt.


Das ist die Häxesuppe kurz nach dem Ansetzen. Gern hätte sie natürlich  mehr Sonnenwärme, aber damit können wir dieses Jahr nun leider echt nicht dienen... Nun gärt sie seit 8 Tagen und wird täglich gerührt, schäumt vor sich hin und entwickelt  so langsam die gewünschte Farbe. Laut Marie-Luise Kreuter muss das Häxesüppeli nun 1.5 - 3 Wochen gären, es kommt auf die Witterung an. Ab dann kann die Suppe in einem Verhältnis von 1:10 dem Giesswasser beigemischt werden.

Montag, 13. Mai 2013

Licht am Ende des (Folien-)Tunnels

Gestern haben wir begonnen, den Folientunnel einzudecken. Folientunnel? Ach, haben wir das noch nicht erwähnt? Na, dann müssen wir wohl von ganz vorne beginnen...

Das ist der Stand vom 11.10.2012, der Quittenbaum steht noch oberhalb vom Haus, der Platz ist grob gerodet und vermessen.

Am 17.11.2012 wird der Quittenbaum verpflanzt. Wir wollten ihn nicht einfach fällen. Die ausführliche Geschichte gibt es hier zu lesen ein-baum-zieht-um

In den darauffolgenden Tagen hat sich unser Nachbar mit seinem Bagger durch die Erde gewühlt und die ganze Fläche ausgeebnet.

Dann kam der Winter und ist bis weit in den März geblieben... Wir haben lediglich das Felsband freigelegt und bestimmt, wo die Stützmauer hinkommen soll, falls es dann doch Frühling werden sollte

Am 19.3.2013 haben wir mit tatkräftiger Unterstützung begonnen, die Stützmauer zu bauen. 

Am 3.4.2013  wird die Sickerleitung fertig gestellt. Das ganze Baumaterial wurde in Eimern über die Treppe hochgetragen. Nix mit hochfahren mit dem Rapid - aber das kommt vielleicht später mal. 

Die Sickerleitung wird am 7.4.2013 mit Kieseln und anschliessend mit Flies bedeckt. Beides soll verhindern, dass der Dreck, der anschliessend drauf geschaufelt wird, in die Leitung gelangt.

Die Platten sind ein Schutz gegen Efeu und Schermäuse und werden ca 30-40cm im Boden verbuddelt.

Am 6.5.2013 geht es nach einer sehr nassen Periode endlich weiter. Die Platten sind rundum verbuddelt, jetzt geht es daran, die Erdanker zu setzen und die Bögen zu fixieren.

 
Nun wird das Ausmass langsam erkennbar und das Konstrukt bekommt nun auch vom Nachbarn einen Namen verpasst: "Die Erdbeer-Kathedrale"

 12.5.2013 Endlich ist es soweit und wir können mit dem Eindecken des Folientunnels beginnen.

 Weil es zwischendurch windet ist es zu zweit eine ziemliche Herausforderung...

Schlussendlich gelingt es uns aber doch, die Folie an die richtige Stelle zu ziehen... Wir haben das Gefühl, dass uns in den nächsten Sekunden die Finger abfallen.

Irgendwie will sich die Folie nicht überall gleich gern spannen lassen und so kommt es, dass es beim Befestigen der Klemmen Risse gibt über den Alustreben.

Mit etwas Grummeln gelingt es uns dann aber, die Folie zu spannen und festzuklemmen. Der Wind ist nicht unbedingt hilfreich bei dieser Aktion. Aber die Folie flattert wenigstens nicht davon. 

Umso grösser ist die Freude kurz vor Sonnenuntergang, dass die Folie hält, die Seitenblenden ebenfalls schon montiert sind und es nun tatsächlich nach Folientunnel aussieht. Ganz fertig ist die Konstruktion aber immer noch nicht. Es fehlen noch die stirnseitigen Abschlüsse und die Schiebetüren, auch ist der Motor für die automatische Belüftung noch nicht montiert. Einzig die Kurbel auf der Bergseite funktioniert schon zuverlässig.